Der Fichtenzapfenrübling – Strobilurus esculentus

Ein Fichtenzapfenrübling mit Fichtenzapfen
Fichtenzapfenrüblinge (Strobilurus esculentus)

Beschreibung

Hut: Die Hutoberfläche ist hell- bis dunkelbraun und fein gerunzelt. Im Alter blasst der Hut leicht aus. Anfangs ist der Hut konvex, später fast plan. Es handelt sich um kleine Pilze mit 1-3 cm Durchmesser.

Fleisch: Sehr dünnfleischig und weiß.

Lamellen: Die Lamellen sind weiß und ausgebuchtet angewachsen, wobei sie fast frei wirken.

Stiel: Der Stiel ist gelbbraun und zum Hut hin heller werdend. Der dünne und zylindrische Stiel ist sehr elastisch und kann verdreht werden. An der Stielbasis findet sich häufig ein Myzelstrang, der zu einem Fichtenzapfen führt.

Sporenpulver: Weiß

Geruch: Mild, leicht nach Pilz

Geschmack: Mild

Galerie

Fichtenzapfenrüblinge Strobilurus esculentus
Zwei Fichtenzapfenrüblinge (Strobilurus esculentus)

Vorkommen

Der Fichtenzapfenrübling ist ein häufiger Winterpilz. Er findet sich insbesondere in den Monaten Februar und März nach der Schneeschmelze. Er wächst häufig zur selben Zeit wie der Huflattich.

Der Fichtenzapfenrübling ist in praktisch allen Fichtenwäldern zu finden und wächst aus im Boden verborgenen Fichtenzapfen.

Ein Fichtenzapfen
Ein Fichtenzapfen (Picea abies)

Verwechslungsmöglichkeiten

Fichtenzapfenhelmling (ungenießbar)

Ein typischer Verwechslungspartner ist der Fichtenzapfenhelmling (Mycena strobilicola), da dieser ebenfalls auf Fichtenzapfen wächst und zur selben Jahreszeit zu finden ist. Die Unterscheidung ist anhand folgender Merkmale möglich:

Der Stiel der Fichtenzapfenrüblinge ist gelbbraun und sehr elastisch. Fichtenzapfenhelmlinge hingegen haben einen grauen Stiel, der im Vergleich brüchiger ist.

Mäuseschwanz-Rübling (ungenießbar)

Der Mäuseschwanz-Rübling (Baeospora myosura) kann ebenfalls mit dem Fichtenzapfenrübling verwechselt werden, da er auch auf Fichtenzapfen (aber auch auf anderen Zapfen) wächst. Allerdings ist der Mäuseschwanz-Rübling deutlich kleiner, der Stiel weniger gelbstichig und zum Hut hin nicht heller werdend.

Kiefernzapfenrüblinge (essbar bis ungenießbar)

Eine Verwechslung ist zudem mit milden und bitteren Kiefernzapfenrüblingen (Strobilurus stephanocystis & Strobilurus tenacellus) möglich. Die Unterscheidung ist aufgrund des Substrates einfach: Fichten-Zapfenrüblinge wachsen auf Fichtenzapfen, der bittere und milde Kiefern-Zapfenrübling auf Kiefernzapfen.

Kiefernzapfenrübling
Ein Kiefernzapfenrübling

Nutzungsmöglichkeiten

Der Fichtenzapfenrübling ist trotz seiner Größe ein ergiebiger Speisepilz , da er nach der Schneeschmelze oft in großen Mengen zu finden ist. Er eignet sich gut für eine Pilzsuppen.

Wissenswertes

Aus Zapfenrüblingen wurden Strobilurine isoliert, die eine fungizide Wirkung haben. Synthetische Abkömmlinge werden heutzutage vielfach in der Landwirtschaft als Fungizid eingesetzt.

Zucht

Das Myzel lässt sich leicht auf Petrischalen mit Malzextrakt-Agar oder Kartoffelextrakt-Glukose-Agar kultivieren. Zur Fruchtkörperbildung liegen aktuell keine Informationen vor.

Sonstiges

Synonyme: Agaricus esculentus, Collybia esculenta, Pseudohiatula esculenta, Marasmius esculentus, Pseudohiatula conigena var. esculenta, Marasmius conigenus subsp. esculentus, Marasmius tenacellus subsp. esculentus, Fichten-Zapfenrübling, Fichten-Nagelschwamm

Quellenverzeichnis

  • Hier werden Quellen genannt