Pilzbestimmung bei Pilzvergiftungen

Auf diesem Bild sehen Sie ein Fliegenpilz, welche eine Pilzbestimmung bei Pilzvergiftungen notwendig machen könnte

Pilzvergiftungen sind leider selbst heutzutage keine Seltenheit, obwohl zahlreiche Präventions- und Informationsmöglichkeiten verfügbar sind. Je nach Pilzart und verzehrter Menge können solche Vergiftungen durchaus lebensbedrohlich sein, vor allem wenn diese unbehandelt bleiben.

Entscheidend ist häufig die schnelle und zuverlässige Bestimmung der Pilze, sodass eine eventuell notwendige spezifische Therapie rasch eingeleitet werden kann. Als Pilzsachverständiger der DGfM biete ich sowohl Laien als auch Krankenhäusern meine Unterstützung bei der Pilzbestimmung an.

Informationen für Laien

Wenn es nach einer Pilz-Mahlzeit zu Beschwerden kommt oder Sie unsicher sind, ob tatsächlich alle Pilze essbar waren, sollte die erste Handlung der Anruf bei einer Giftinformationszentrale sein. Auch falls Ihr Kind ein Pilz im Garten gegessen hat ist die Giftinformationszentrale die richtige Anlaufstelle.

Falls bisher keine Beschwerden aufgetreten sind, werden Sie von der Giftinformationszentrale vermutlich die Empfehlung erhalten einen Pilzsachverständigen in Ihrer Nähe zu kontaktieren und entsprechende Kontaktdaten erhalten. Falls Sie aus dem Freiburger Raum kommen werden Sie möglicherweise meine Kontaktdaten erhalten haben und können mich dann unter 0761 88785870 erreichen.

Falls Sie mich oder einen anderen Pilzsachverständigen nicht erreichen können sollten Sie erneut eine Giftinformationszentrale kontaktieren. Sie erhalten dann die Kontaktdaten von weiteren Pilzsachverständigen in ihrer Nähe.

Wenn Sie mich erreicht haben bringen Sie die Pilze bei mir vorbei. Wichtig ist, dass Sie alle Putz- und Speisereste mitbringen! Anschließend werde ich die Pilze bestimmen oder zumindest die relevanten Giftpilze ausschließen.

Ich biete die Pilzbestimmung bei Pilzvergiftungen für Laien kostenlos an.

Der grüne Knollenblätterpilz
Der grüne Knollenblätterpilz – ein tödlich giftiger Pilz

Informationen für Krankenhäuser

Sollten Sie einen Patienten mit einer Pilzvergiftung aufgenommen haben ist die Konsultation einer Giftinformationszentrale zu empfehlen. Häufig kann schon anhand der Symptomatik eine erste Einschätzung erfolgen. Zudem können Giftinformationszentralen auch zum generellen Vorgehen bei Pilzvergiftungen beraten.

Falls nötig bekommen Sie von der Giftinformationszentrale die Kontaktdaten eines Pilzsachverständigen in der Nähe. Pilzsachverständige können die Pilzart anhand der Pilzreste (Speisereste, Putzreste oder Erbrochenes) häufig zeitnah identifizieren.

Wenn Bedarf zur Pilzbestimmung besteht erreichen Sie mich unter 0761 88785870. Dabei kann ich allerdings keine Erreichbarkeit rund um die Uhr sicherstellen. Sie können es aber zu jeder Uhrzeit versuchen.

Falls Ihre Klinik nicht weit entfernt ist werde ich die Pilzreste persönlich abholen kommen. Ansonsten müssen Sie mir die Pilzreste mit dem Kurierdienst oder einem Taxi zukommen lassen. Zusätzlich zu den Pilzresten  benötige ich eine Patentenidentifikationsnummer, damit die Pilzreste dem richtigen Patienten zugeordnet werden können und anschließend bei der Abrechnung keine Probleme auftreten. Weitere personenbezogene Daten benötige ich nicht.

Meistens bekommen Sie bereits innerhalb der ersten Stunde nach Erhalt der Pilze eine telefonische Rückmeldung. Insbesondere bekommen Sie die Information, ob es einen Anhalt für Amanitin-haltige Pilze in den Pilzresten gibt. In den Folgetagen werden Sie zudem einen schriftlichen Befundbericht erhalten.

Für den Arbeitsaufwand wird Kliniken 65 Euro pro Stunde zzgl. 19% Mehrwertsteuer bzw. 77,35 Euro pro Stunde inkl. 19% Mehrwertsteuer berechnet. Jede angebrochene Viertelstunde wird in Rechnung gestellt.