Pilzberatung in Freiburg

Sie waren Pilze sammeln und sind sich nun unsicher, ob wirklich alle Pilze essbar sind? Dann ist die Pilzberatung in Freiburg genau das Richtige für Sie! Die gesammelten Pilze werden von mir als geprüfter Pilzsachverständiger DGfM überprüft, bestimmt und anschließend mit ihnen besprochen. Ein besonderes Anliegen ist es mir dabei ihnen ausreichend Informationen mitzugeben, sodass sie die besprochenen Pilzarten in Zukunft selbst erkennen können.

Pilzberatung: Ein Pilzkorb mit Wiesenchampigons.

Die Pilzberatung

Termine

Die Pilzberatung wird nach individueller Terminvereinbarung angeboten. Häufig kann ich auch sehr kurzfristig einen Termin anbieten. Zur Terminvereinbarung können sie das Reservierungsformular nutzen oder mich telefonisch unter 015258782036 erreichen.

Kosten

Für niemanden soll eine Gebühr ein Hindernis darstellen die Pilzberatung in Anspruch zu nehmen. Sie können daher selbst entscheiden, ob sie für die Pilzberatung etwas bezahlen wollen bzw. wie viel sie zahlen wollen.

Ablauf

Alle von ihnen gesammelten Pilze werden von mir einzeln angeschaut und nach Art sortiert. Anschließen wird erklärt, woran die jeweiligen Arten erkannt werden können und was diese von typischen Doppelgängern unterscheidet. Außerdem wird der Frischegrad der Pilze beurteilt und Tipps gegeben, wie sie in Zukunft selbst erkennen könne, ob ein Pilz schon zu alt ist. Giftige oder zu alte Pilze werden aussortiert. Falls tödlich giftige Pilze dabei waren wird der komplette Korb verworfen. Die Beratung wird schriftlich dokumentiert. Nach der Beratung bekommen sie eine Kopie des Beratungsprotokolls.

Vor der Pilzberatung

Schon vor der Pilzberatung sollten sie folgende Punkte beachten:

Keine Plastiktüten verwenden
Es sollten niemals Plastiktüten zum Transport des Sammelguts verwendet werden. In Plastiktüten bildet sich rasch ein feuchtwarmes Milieu, in dem die Pilze besonders schnell verderben. Werden die Pilze dennoch verzehrt droht eine Lebensmittelvergiftung. Für den Transport des Sammelguts sind Flechtkörbe optimal, da diese die Pilze sowohl mechanisch schützen als auch luftig lagern. Wer keinen Pilzkorb dabei hat kann zur Not einen Stoffbeutel verwenden. Allerdings sollten dann nur einige wenige besonders stabile Pilze wie Steinpilze transportiert werde.

Pilze im Ganzen ernten
Sie sollten Pilze in einer drehenden Bewegung im Ganzen ernten. Der Stiel und die Stielbasis/Knolle ist häufig sehr wichtig für die sichere Identifizierung des Pilzes. Beispielsweise ist eine sichere Identifizierung von Stockschwämmchen ohne Stiel praktisch unmöglich. Pilze, die sie sicher kennen, können sie natürlich auch abschneiden.

Unbekannte Pilze nur in kleinen Mengen mitnehmen
Wenn sie unbekannte Pilze zur Pilzberatung bringen wollen reichen 2-3 Exemplare vollkommen aus. Am besten wird ein junger, ein ausgewachsener und ein alter Fruchtkörper mitgenommen, da dies die Pilzbestimmung häufig erleichtert. Das Sammeln einiger weniger Fruchtkörper schadet dem Pilz nicht. Nichtsdestotrotz sollte man umsichtig mit der Natur umgehen und nicht gleich große Mengen einer unbekannten Art mitnehmen.

Maximal 1kg Pilze pro Person und Tag sammeln
Pilze dürfen in Deutschland nur in geringen Mengen für den Eigenbedarf aus dem Wald entnommen werden (§39 BNatSchG). Der Eigenbedarf ist zwar in Deutschland nicht einheitlich definiert, aber häufig wird 1kg pro Person und Tag als Eigenbedarf angesehen. Sie sollten daher darauf achten nicht mehr als 1kg Pilze pro Person und Tag zu sammeln. Es wird von mir keine Pilzberatung durchgeführt, wenn die Menge deutlich überschritten wird!

Unbekannte Pilze separat transportieren
Für unbekannte Pilze sollten sie entweder einen zweiten Pilzkorb verwenden oder diese zumindest in einer extra Box mit in den Korb legen. Alternativ können unbekannte Pilze auch in Butterbrot-Tüten einzeln verpackt und dann mit in den Korb gelegt werden. Es ist aus mehreren Gründen sinnvoll Speisepilze und potenziell giftige unbekannte Pilze getrennt zu halten. Zum einen besteht sonst die Gefahr, dass die unbekannten Pilze versehentlich mitgegessen werden. Zum anderen werden Pilzkörbe, welche tödlich giftige Pilze enthalten und in die Pilzberatung gebracht werden, von Pilzsachverständigen nicht zum Verzehr freigegeben.

Nur die besten und frischsten Pilze sammeln
Generell sollten nur schöne, gesund aussehende, wohlriechende und frische Pilze gesammelt werden. Es sollte schon im Wald darauf geachtet werden, dass die Pilze noch von fester Konsistenz sind. Pilze sollten im Wald verbleiben wenn sie schon weich sind oder es ihnen an Elastizität fehlt. Der Verzehr zu alter Pilze ist einer der häufigsten Gründe für Beschwerden nach einer Pilzmahlzeit!

Pilze zeitnah zur Pilzberatung bringen
Pilze sind leicht verderblich, ähnlich wie Fisch oder Fleisch. Daher sollten Pilze rasch nach dem Sammeln verzehrt werden. Am besten bringen sie Pilze noch am selben Tag, spätestens aber am Folgetag, in die Pilzberatung.

Alle Pilze mitbringen
Es sollten stets alle Pilze in die Pilzberatung gebracht werden. Es ist nicht ausreichend, von jeder Art nur ein Exemplar vorzuzeigen. Gerade als Anfänger ist es häufig schwierig zu erkennen, ob es sich bei mehreren Pilzen wirklich um ein und dieselbe Art handelt. Es können in der Pilzberatung nur die tatsächlich vorgelegten Pilze zum Verzehr freigegeben werden.

Nach der Pilzberatung

Nach der Pilzberatung sollten sie folgende Punkte beachten:

Sammelgut zeitnah zubereiten
Sie sollten die zum Verzehr freigegebenen Pilze noch am Tag der Pilzberatung verbrauchen. Pilze sind leicht verderblich, ähnlich wie Fisch oder Fleisch. Pilze, die zum Zeitpunkt der Pilzberatung noch in einem guten Zustand waren, können daher bereits am Folgetag verdorben sein.

Nur kleine Portionen verzehren
Speisepilze dienen nicht der Sättigung, sondern sind eine (wohlschmeckende) Beilage. Werden Pilze dennoch in größeren Mengen gegessen drohen auch bei ungiftigen Arten Magen-Darm-Beschwerden. Das liegt daran, dass Pilze schwer verdaulich sind. Sie sollten daher nicht mehr als ca. 200g pro Tag verzehren.

Neue Pilze in besonders kleinen Mengen probieren
Auch einwandfreie Speisepilze werden nicht von jedem vertragen. So vertragen einige Pilzsammler beispielsweise nicht einmal Steinpilze, denn sie leiden unter einer individuelle Unverträglichkeit. Wenn sie eine neue Pilzart probieren sollten sie daher erst einmal eine kleine Menge zu sich nehmen. Wenn sie die Mahlzeit gut vertragen haben können sie auch eine größere Menge probieren.

Pilze nicht roh verzehren
Viele Pilze sind im rohen Zustand giftig und verursachen Magen-Darm-Beschwerden. Das betrifft auch viele gerne gesammelte Speisepilze wie beispielsweise Perlpilze oder flockenstielige Hexenröhrlinge. Pilze sollten daher vor dem Verzehr mindestens 15 Minuten gegart werden. Allerdings gibt es auch einige Ausnahmen: So können Steinpilze oder Zuchtchampignons in kleinen Mengen auch roh gegessen werden.

Häufige Fragen

Findet die Pilzberatung zurzeit statt?
Da aufgrund der aktuellen Pandemielage soziale Kontakte gemieden werden sollen biete ich voraussichtlich bis zum Frühlingsbeginn 2021 keine Pilzberatung an.

Warum wird der komplette Korb verworfen, wenn ein tödlich giftiger Pilz dabei war?
Dies ist damit zu begründen, dass die tödlich giftigen Pilze das Sammelgut mit Sporen kontaminieren. Wenn sie nach der Pilzmahlzeit Beschwerden bekommen sollten (und sei es nur aufgrund einer Grippe) wird immer bis zum Beweis des Gegenteiles von einer schweren Pilzvergiftung ausgegangen. Dafür werden Pilzreste und ggf. auch das Erbrochene auf das Vorhandensein bestimmter Sporen gefährlicher Pilzarten untersucht. Wenn tödlich giftige Pilze im selben Korb waren kontaminieren diese das Sammelgut mit ihren Sporen. Die Sporen reichen zwar nicht für eine Vergiftung aus, würden allerdings die Annahme einer Schweren Pilzvergiftung bekräftigen und somit zu einem langen Krankenhausaufenthalt inkl. teurer Gegengift-Therapie führen.

Kann ich ihnen nicht einfach ein Foto zusenden?
Für die Bestimmung selbst gesammelter Pilze ist ein Foto nicht ausreichend. Um Pilze sicher zu identifizieren müssen manche Merkmale mit der Lupe betrachtet sowie der Geruch und das Färbeverhalten beachtet werden. Außerdem ist die Haptik wichtig, um den Frischegrad einschätzen zu können. Daher gibt es nur bei der Pilzberatung in Freiburg vor Ort eine sichere Pilzbestimmung und eine Verzehrfreigabe.

Ist eine Pilzberatung auch online möglich?
Eine Online-Pilzberatung ist leider nicht möglich. Zur sicheren Bestimmung von Pilzen müssen auch Merkmale wie der Geruch oder das Färbeverhalten beachtet werden. Das ist online nicht möglich. Auch die Bewertung des Frischegrads ihres Sammelguts ist kaum möglich ohne die Möglichkeit die Konsistenz der Pilze zu ertasten.

Was kann ich tun, wenn ich bei ihnen keinen Termin bekommen kann?
Da ich die Pilzberatung nur nebenberuflich anbiete kann ich nicht immer zeitnah einen Termin für die Pilzberatung anbieten. In solchen Fällen finden sie auf der Webseite der DGfM eine Liste mit weiteren Pilzsachverständigen in ihrer Nähe. Viele bieten ebenfalls eine Pilzberatung an.

Sind alle Röhrlinge essbar?
Nein! Bitte lassen sie sich nicht durch entsprechende Äußerungen im Internet und in Zeitungen verunsichern. Auch unter den Röhrlingen gibt es giftige Pilze, wenn auch keine tödlich giftigen Pilze. Daher ist auch bei Röhrlingen die Bestimmung des Pilzes notwendig!

Gibt es allgemeine Merkmale, an denen Speisepilze erkannt werden können?
Leider gibt es solche Merkmale nicht. Ein Pilz muss immer identifiziert werden, um die Essbarkeit beurteilen zu können. Giftige wie essbare Pilze können schön aussehen, gut riechen oder auch gut schmecken. Diese Merkmale sind daher keine Kriterien, die herangezogen werden sollten. Besonders gefährlich sind vermeintliche traditionelle Tests, wie die Verfärbung eines Silberlöffels oder einer Zwiebel. Solche Tests sind absolut untauglich. Tierfraßspuren sind ebenfalls kein Indiz für die Essbarkeit. Nichts zuletzt sagt auch der Standort nichts über den Speisewert eines Pilzes aus. Sowohl auf dem Boden als auch auf Holz gibt es essbare und giftige Pilze.

Was sollte ich tun, wenn es mir nach einer Pilzmahlzeit schlecht geht?
Wenn sie bereits Beschwerden haben sollten sie eine Giftinformationszentrale kontaktieren. Dort werden sie bezüglich des weiteren Vorgehens beraten. Auf keinen Fall sollten sie künstlich Erbrechen auslösen! Jegliche Speisereste, aber auch Erbrochenes, sollte aufbewahrt und ggf. mit in die Klinik gebracht werden. Im Falle schwerer Symptome, wie beispielsweise einem Krampfanfall, ist der Rettungsdienst (Tel. 112) zu rufen.

Ich habe die Pilze schon gegessen und bin mir nun unsicher. Was soll ich tun?
Wenn sie nach der Pilzmahlzeit unsicher sind, ob wirklich alle Pilze essbar waren, sollten sie eine Giftinformationszentrale kontaktieren. Falls Putz- oder Speisereste vorhanden sind können sie mich anschließend kontaktieren. Häufig kann anhand der Putz- und Speisereste noch bestimmt werden, was verzehrt wurde oder zumindest die tödlich giftigen Pilzarten ausgeschlossen werden. Auf keinen Fall sollten sie künstlich Erbrechen auslösen!

Mein Kind hat im Garten einen Pilz gegessen. Was soll ich tun?
Sie sollten eine Giftinformationszentrale kontaktieren. Dort werden sie bezüglich des weiteren Vorgehens beraten. Wenn noch Pilzreste vorhanden sind können sie mich anschließend kontaktieren. In der Regel kann der Pilz selbst dann noch identifiziert werden, wenn dieser schon vom Kind zerkaut wurde.