Die 11 besten Speisepilze für Anfänger

Auf dem Bild sehen Sie den flockenstieligenHexenröhrling - ein wenig bekannter Speisepilz
Der flockenstielige Hexenröhrling: ein hervorragender Speisepilz!

Bei weit über 100 bekannten Speisepilzen stellt sich schnell die Frage: Welche Pilze soll ich sammeln? Besonders Anfänger überfordert oft die Vielfalt an Pilzen, sodass mit wenigen einfachen Arten begonnen werden sollte. Hier finden Sie 11 besonders gut geeignete Arten, die sich durch einen hervorragenden Speisewert und gleichzeitig leichter Kenntlichkeit auszeichnen.

Der flockenstielige Hexenröhrling

Auf dem Bild sehen sie zwei flockenstielige Hexenröhrlinge
Flockenstieliger Hexenröhrling (Neoboletus luridiformis)

Mit seiner intensiv rot erscheinenden Schwamm wirkt der flockenstielige Hexenröhrling auf den ersten Blick nicht wie ein typischer Speisepilz. Dabei handelt es sich um einen hervorragenden Speisepilz, welcher den Steinpilzen mindestens ebenbürtig ist.

Charakteristische Merkmale

Der flockenstielige Hexenröhrling ist leicht zu erkennen. Typisch ist eine samtig-braune Hutoberfläche, ein rot erscheinender Schwann (=rote Röhrenöffnungen), ein sich intensiv blau verfärbendes Fleisch und ein mit feinen roten Flocken überzogener Stiel. Gerade letzteres ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu anderen Pilzarten!

Wann und wo der

Der flockenstielige Hexenröhrling ist bereits ab dem späten Frühjahr bis in den Spätherbst hinein zu finden. Er bevorzugt Mischwälder mit sauren Böden, wobei er eine Symbiose mit Fichten und Buchen eingeht.

Doppelgänger: Satansröhrling

Auf dem Bild sehen sie auf der einen Hälfte den Stiel eines flockenstieligen Hexenröhrlings, auf der anderen Hälfte den Stiel eines jungen Satansröhrlings
Links: Stiel des flockenstieligen Hexenröhrlings mit Flocken Rechts: Netzzeichnung m Stiel eines jungen Satansröhrlings
Auf dem Bild sehen Sie einen alten Satansröhrling mit rötlichen Röhrenöffnungen, heller Hutfarbe und Netzzeichnung am Stiel.
Satansröhrling (Rubroboletus satanas) giftig!

Der typische Doppelgänger ist der Magen-Darm-giftige Satansröhrling, da dieser ebenfalls rote Röhrenöffnungen hat. Der Satansröhrling hat allerdings eine deutlich hellere Hutoberfläche sowie eine deutliche Netzzeichung am Stiel.

Weitere Verwechslungsmöglichkeiten bestehen mit dem netzstieligen Hexenröhrling, der aber ebenfalls essbar ist. Er hat ebenfalls eine Netzzeichnung am Stiel und sieht somit dem Satansröhrlich relativ ähnlich.

Der Fichtensteinpilz

Auf dem Bild sehen Sie ein Fichtensteinpilz - einer der bekanntesten Speisepilze
Fichtensteinpilz (Boletus edulis)

Der Fichtensteinpilz ist vermutlich der bekannteste und am meisten gesammelte wild vorkommende Speisepilze in Deutschland. Auch in anderen Ländern ist er eine geschätzte Delikatesse. Er ist allerdings durch die Bundesartenschutzverordnung geschützt und darf daher nur in kleinen Mengen für den Eigenbedarf gesammelt werden!

Beschreibung

Der Fichten-Steinpilz ist leicht zu erkennen, wird aber dennoch immer mal wieder verwechselt. Typisch ist seine braune Hutoberfläche mit einer weißen Linie am Hutrand, sein jung weißer und später über gelb nach olivgrün gefärbter Schwamm und sei hellbrauner Stiel mit feiner weißer Netzzeichnung. Gerade die weiße Netzzeichnung ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zum Doppelgänger!

Wann und wo der Fichten-Steinpilz wächst

Der Fichten-Steinpilz kann vom Sommer bis zum ersten Frost gefunden werden, wobei er im September und Oktober meist am häufigsten zu finden ist. Er wächst besonders häufig bei Fichten, mit denen er eine Symbiose eingeht. Er kann aber auch mit zahlriechen Laubbäumen eine Symbiose eingehen und ist daher nicht auf Fichtenforste limitiert.

Tipp: Der Fliegenpilz, der Pfefferröhrling und der Mehlräsling benötigen ähnliche Bodenverhältnisse wie der Fichtensteinpilz. Es lohnt sich daher an Stellen, wo diese Pilze vorkommen, etwas genauer nach Steinpilzen zu gucken. Häufig wird man fündig!

Doppelgänger: Gallenröhrling

Auf dem Bild sehen Sie ein Gallenröhrling
Gallenröhrling (Tylopilus felleus) – ungenießbar bis leicht Magen-Darm-giftig!

Der typische giftige Doppelgänger der Steinpilze ist der Gallenröhrling. Bei jungen Pilzen ist der Schwamm weiß, ähnlich wie bei den Steinpilzen. Bei ausgewachsenen Pilzen verfärbt sich der Schwamm allerdings rosa. Zudem hat der Gallenröhrling eine grobe, dunkelbraune Netzzeichnung auf hellbraunem Grund. Bei einer Geschmacksprobe würde beim Gallenröhrling zudem der intensiv bittere Geschmack auffallen.

Der Maronenröhrling

Auf dem Bild sehen Sie zwei Maronenröhrlinge
Maronenröhrling (Imleria badia)

Ein ebenfalls gerne gesammelter Speisepilz ist der Maronenröhrling, auch Braunkappe genannt. In vielen Fällen wird er dabei nicht mal bewusst gesammelt, sondern mit Steinpilzen verwechselt. Glücklicherweise ist er aber ebenfalls essbar und ein guter Speisepilz.

Charakteristische Merkmale

Der Maronenröhrling kann gut an seinem samtigen bis schmierigen, braunen Hut, dem gelblichen Schwamm und dem gelblich bis bräunlichen Stiel ohne Netzzeichnung erkannt werden. Typisch ist zudem die blaue Verfärbung des Schwamms bei Druck.

Auf dem Bild sehen sie den Schwamm und den Stiel des Maronenröhrlings
Schwamm und Stiel des Maronenröhrlings

Wann und wo der Maronenröhrling wächst

Der Maronenröhrling kann vom Sommer bis zum ersten Frost gefunden werden. Er wächst besonders häufig bei Fichten, mit denen er eine Symbiose eingeht. Er ist dementsprechend in Nadelwäldern und Mischwäldern zu finden.

Verwechslungsmöglichkeiten

Verwechslungsmöglichkeiten bestehen mit verwandten Filzröhrlingen, welche aber ebenfalls essbar sind. Wichtig ist, dass auf die fehlende Netzzeichnung am Stiel geachtet wird!

Der Parasol

Auf dem Bild sehen Sie zwei junge Parasol
Parasol (Macrolepiota procera)

Der Parasol erfreut sich einer zunehmenden Beliebtheit, da er als einfacher Lamellenpilzen gilt. Das er zudem auch recht häufig und zudem auch sehr wohlschmeckend ist, wird dazu beigetragen haben. Dennoch müssen sorgfältig alle Merkmale beachtet werden, da er sonst mit tödlich giftigen Pilzen verwechselt werden kann!

Charakteristische Merkmale

Der Parasol hebt sich schon aufgrund seiner Größe von anderen Pilzen ab: Er erreicht Hutdurchmesser von über 30cm! Wie andere Riesenschirmlinge auch hat er weiße, frei stehende Lamellen und einen Stiel mit verschieblichem Ring. Typisch für den Parasol ist eine Natterung am Stiel. Das Fleisch verfärbt sich bei Verletzung nicht rot, sondern bleibt weiß.

Auf dem Bild sehen sie ein Parasol, wobei die Merkmale wie der genatterte Stiel und die Manschette hervorgehoben sind.
Die entscheidenden Merkmale: Verschieblicher Ring & genatterter Stiel

Wann und Wo der Parasol wächst

Der Parasol kann vom Sommer bis in den Herbst gefunden werden. Da er organisches Material im Boden abbaut, kann er an verschiedensten Standorten vorkommen. Häufig ist er auf Wiesen oder in nährstoffreichen Wäldern zu finden.

Verwechslungsmöglichkeiten

Auf dem Bild sehen Sie viele Stink-Schirmlinge
Stink-Schirmling (Lepiota cristata) – kein Speisepilz
Auf dem Bild sehen Sie einen jungen gerandetknolligen Garten-Safranschirmling
Gerandetknolliger Safranschirmling (Chlorophyllum brunneum) – Magen-Darm-giftig!

Der Parasol kann zum einen mit Schirmlingen der Gattung Lepiota verwechselt werden, welche teils tödlich giftig sein können! Als Unterscheidungsmerkmal sollte auf den Ring geachtet werden, der bei Riesenschirmlingen wie dem Parasol verschieblich ist, bei Schirmlingen aber fest am Stiel angewachsen ist. Somit stellt der verschiebliche Ring eine Lebensversicherung für Parasol-Sammler dar!

Zum anderen kann der Parasol auch mit anderen teils Magen-Darm-giftigen Riesenschirmlingen verwechselt werden. Zur Unterscheidung sollte auf die Natterung am Stiel geachtet werden, da nur der Parasol eine Natterung aufweist. Zudem verfärben sich viele Riesenschirmlinge bei Verletzung rot, nicht aber der Parasol.

Der Schopftintling

Auf dem Foto sehen Sie vier Schopftintlinge
Schopftintling (Coprinus comatus)

Einer der wenigen wirklich guten Speisepilze unter den Tintlingen, der auch zusammen mit Alkohol keine Beschwerden verursacht. Da er zudem leicht zu erkennen ist, eignet er sich gut für Anfänger. Einziger Wermutstropfen: Er ist nur sehr kurz haltbar, denn er kann bereits innerhalb weniger Stunden zu schwarzer Tinte zerfließen! Es sollten Exemplare gesammelt werden, welche noch komplett weiß sind!

Charakteristische Merkmale

Der Schopftintling ist bereits gut aufgrund seiner Walzenform leicht zu erkennen, auch im Alter schirmt er kaum auf. Die Hutoberfläche ist weiß mit weißen bis hellbraunen Schuppen.

Wann und wo der Schopftintling wächst

Der Schopftintling kann vom späten Frühling bis in den Spätherbst gefunden werden. Besonders häufig ist er aber vor allem erst im Herbst. Als Streuzersetzer kommt er an verschiedenen nährstoffreichen Standorten vor. Häufig findet man den Schopftintling in Parks, an Waldrändern, an Wegrändern und unter Hecken.

Verwechslungsmöglichkeiten

Grauer Faltentintling (Coprinopsis atramentaria) – giftig mit Alkohol!
Spechttintling (Coprinopsis picacea) – giftig mit Alkohol, kein Speisepilz!
  • Die Hutoberfläche des Schopftintlings ist weiß mit weißen bis hellbraunen Schuppen
  • Der Faltentintling hingegen hat eine grau-braune Houtoberfläche und keine Schuppen
  • Der Spechttintling hat eine braune Hutoberfläche und flach anliegende, weiße Schollen auf der Hutoberfläche. Beim Reiben auf der Hutoberfläche ist ein unangenehmer Geruch wahrnehmbar!

Der Fichten-, Edel- und Lachs-Reizker

Auf diesem Bild sehen Sie drei Fichtenreizker
Fichtenreizker (Lactarius deterrimus)

Reizker fallen mit ihrer orangen Färbung und ihrer orangen Milch auf und sind hervorragende Speisepilze, die sich gut zum Braten eignen. Nach dem Verzehr kann sich der Urin allerdings orangerot verfärben, was aber vollkommen harmlos ist.

Charakteristische Merkmale

Reizker sind mittelgroße Pilze, die wie alle Milchlinge bei Verletzung eine Milch absondern. Charakteristisch ist die orange Färbung der Milch, wodurch sie leicht von anderen Milchlingen unterschieden werden können. Zudem sind die Fruchtkörper insgesamt mehr oder weniger intensiv orange gefärbt.

Die verschiedenen Reizker-Arten

Auf dem Bild sehen Sie ein Edelreizker von unten.
Edelreizker (Lactarius deliciosus)
Auf dem Bild sehen Sie zwei Lachsreizker
Lachsreizker (Lactarius salmonicolor)

Häufige Reizker sind beispielsweise der Fichtenreizker, der Edelreizker und der Lachsreizker. Aber ist gibt noch mehr Arten. Sie können anhand der Grübchen am Stiel, der Hutoberfläche und der Verfärbung der Milch unterschieden werden. Alle Arten sind essbar.

Wann und wo Reizker wachsen

Reizker wachsen ab dem Spätsommer bis zum ersten Frost. Alle echten Reizker sind nur im Nadelwald zu finden, wobei Fichtenreizker bei Fichten, Edelreizker bei Kiefern und Lachsreizker bei Weißtannen vorkommen. Generell sind die verschiedenen Arten spezifisch auf eine bestimmte Baumart angewiesen.

Verwechslungsmöglichkeiten

Auf dem Bild sehen sie den orangemilchenden Helmling und etwas orange "Milch", welche dieser Pilz bei Verletzung absondert.
Orangemilchender Helmling (Mycena crocata) – kein Speisepilz!
  • Reizker zeichnen sich durch eine orange Milch aus, die sie von anderen Milchlingen und auch fast allen anderen Pilzen unterscheiden!
  • Der orangemilchende Helmling ist eine Ausnahme: Dieser hat ebenfalls eine orange Milch, ist aber bedeutend kleiner!

Der Echte Pfifferling

Auf dem Bild sehen sie echte Pfifferlinge
Echter Pfifferling (Cantharellus cibarius)

Der Pfifferling ist einer der am häufigsten verzehrten Speisepilz in Deutschland, wobei er vermutlich meistens nicht selber gesammelt, sondern im Supermarkt gekauft wird. Dabei wächst er auch in den heimischen Wäldern! Da der Pfifferling durch die Bundesartenschutzverordnung geschützt ist, darf er nur in kleinen Mengen für den Eigenbedarf gesammelt werden.

Charakteristische Merkmale

Der Pfifferling ist ein recht fester Pilz, welcher einen leicht fruchtigen Geruch hat. Er kann gut an seinen nicht ablösbaren Leisten, und seinem weißen Fruchtfleisch erkannt werden.

Wann und wo der Pfifferlinge wächst

Pfifferlinge können vom späten Frühjahr bis in den Herbst gefunden werden. Wenn es feucht genug ist, sind sie auch im Hochsommer zu finden. Pfifferlinge benötigen nährstoffarme und saure Wälder. Als Symbiosepilze kommen sie häufig bei Fichten und Buchen vor, allerdings kann der Pfifferling auch mit zahlreichen anderen Baumarten eine Symbiose eingehen.

Doppelgänger: Falscher Pfifferling

Auf dem Foto Sehen sie einige falsche Pfifferlinge zwischen Steinen.
Falscher Pfifferling (Hygrophoropsis aurantiaca) – leicht Magen-Darm-giftig!
  • Der echte Pfifferling ist im Inneren weiß und hat Leisten. Diese lassen sich nicht einfach vom Hut ablösen.
  • Der falsche Pfifferling ist im Inneren orange und hat Lamellen. Diese lassen sich relativ einfach vom Hut ablösen, indem man diese mit dem Fingernagen wegschiebt.

Der Semmelstoppelpilz

Auf dem Bild sehen sie mehrere Semmelstoppelpilze
Semmelstoppelpilz (Hydnum repandum)

Der Semmelstoppelpilz wird auf dem ersten Blick oft für einen Pfifferling gehalten. Doch beim Blick auf die Unterseite wird schnell klar, dass es kein Pfifferling sein kann, denn dieser Pilz hat Stacheln! Trotzdem ist er ein guter Speisepilz, welcher sich durch eine besonders feste Konsistenz auszeichnet.

Charakteristische Merkmale

Typisch für den Semmelstoppelpilz ist die extrem feste, brüchige Konsistenz, ein gelb-orange Färbung sowie die Stacheln an der Hutunterseite.

Wann und wo der Semmelstoppelpilz wächst

Der Semmelstoppelpilz kann vom Sommer bis in den Spätherbst gefunden werden. Er ist ein Symbiosepilz, ist dabei aber wenig wählerisch. Daher kann er in verschiedensten Wäldern gefunden werden.

Verwechslungsmöglichkeiten

Solange auf die gelb-orange Färbung sowie die Stacheln geachtet wird, kann der Semmelstoppelpilz allenfalls mit nahe verwandten Stoppelpilzen verwechselt werden. Diese wären aber ebenfalls essbar.

Die krause Glucke

Auf dem Bild sehen Sie eine krause Glucke
Krause Glucke (Sparassis crispa)

Die krause Glucke sieht auf dem ersten Blick wie ein Schwamm aus, ist aber ein besonders aromatischer Speisepilz. Aufgrund seiner Form ist es allerdings jedes mal eine Herausforderung, diesen Pilz vor der Zubereitung zu putzen. Die Mühe lohnt sich aber!

Charakteristische Merkmale

Die krause Glucke zeichnet sich durch ihr krauses, Badeschwamm-artiges Aussehen und einem gelblich-warmen Farbton aus. Sie riecht zudem charakteristisch harzig-aromatisch.

Wann und wo die krause Glucke wächst

Die krause Glucke wächst vom Spätsommer bis in den Spätherbst. Sie ist fast nur an Kiefern zu finden, auf welchen sie als Parasit lebt. Besonders häufig ist die krause Glucke daher in Kiefernwäldern. Sehr selten kann sie aber auch an anderen Nadelbäumen wachsen.

Verwechslungsmöglichkeiten

Auf dem Bild sehen sie eine breitblättrige Glucke
Breitblättrige Glucke (Sparassis brevipes) – kein Speisepilz! (Foto von Nadja Frotscher)
Goldgelbe Koralle (Ramaria aurea) – essbar. Andere Korallen können aber auch giftig sein!
  • Die breitblättrige Glucke ist deutlich weniger kraus, hat eine kälteren Farbton und riecht weniger harzig-aromatisch als die krause Glucke.
  • Korallen sind deutlich brüchiger und zudem bei abstrahierender Betrachtung verzweigte Stangen, während Glucken verzweigte flache Profile sind.

Der Schwefelporling

Auf dem Foto sehen Sie einen Schwefelporling
Schwefelporling (Laetiporus sulphureus)

Der Schwefelporling ist einerseits ein geschätzter Speisepilz, andererseits aber auch ein gefürchteter Parasit an Bäumen. Er ist nur in jungem Zustand essbar, überzeugt dann aber vor allem durch seine Hühnerfleisch-artige Konsistenz! Er wird daher auch „chicken of the woods“ genannt.

Charakteristische Merkmale

Der Schwefelporling bildet an befallenen Bäumen meist recht große und stattliche Fruchtkörper aus. Typisch ist seine intensiv gelb-orange Oberfläche und die intensiv gelb gefärbten Poren!

Wann und wo der Schwefelporling wächst

Der Schwefelporling ist vom Frühjahr bis zum Herbst zu finden. Er wächst auf verschiedenen Baumarten, wobei Laubbäume bevorzugt werden. Häufig in Parks, in Laubwäldern und in Alleen zu finden.

Verwechslungsmöglichkeiten

Orangegelber Saftporling (Tyromyces kmetii) kein Speisepilz!
  • Der orangegelbe Saftporling sieht dem Schwefelporling auf dem ersten Blick ähnlich, ist aber weniger intensiv gefärbt und hat weißliche bis allenfalls leicht gelbliche Poren.
  • In der Literatur ist die Verwechslung mit dem potentiell tödlich giftigen zimtfarbenen Weichporling beschrieben. Dieser Pilz hat aber praktisch keine Ähnlichkeit mit dem Schwefelporling.

Der Riesenbovist

Auf dem Bild sehen sie den Riesenbovist
Riesenbovist (Calvatia gigantea)

Der Riesenbovist erinnert auf den ersten Blick eher an ein Ball als an Pilz. Doch tatsächlich handelt es sich um ein hervorragenden Speisepilz, welcher meistens als Schnitzen zubereitet wird.

Charakteristische Merkmale

Der Riesenbovist gehört zu den größten heimischen Pilzen. Er kann mehrere Kilogramm schwer werden und einen Durchmesser von über 40cm erreichen! Wichtig ist auf die Färbung des Fruchtfleisches im Inneren zu achten: Es muss reinweiß sein!

Der Riesenbovist muss im Inneren weiß sein!

Wann und wo der Riesenbovist wächst

Der Riesenbovist ist vom Sommer bis zum Spätherbst zu finden. Er bevorzugt nährstoffreiche Standorte auf Wiesen und unter Hecken.

Verwechslungsmöglichkeiten

  • Der Riesenbovist ist aufgrund seines charakteristischen Aussehens praktisch unverwechselbar. Wichtig ist, auf das reinweiße Innere zu achten!
  • Kartoffelboviste sind i.d.R. kleiner und im Inneren grau bis schwarz!

Weitere Speisepilze

Sich anfangs auf wenige leicht kenntliche Speisepilze zu konzentrieren ist eine gute und sichere Strategie, um mit dem Pilze Sammeln zu beginnen. Sobald aber einen Grundstock an Artenkenntnis aufgebaut ist, kann sich auch an etwas schwierigere Arten gewagt werden. Um ein gutes Pilzbuch wird man dann allerdings nicht herumkommen.

Eine Liste der offizieller Speisepilze in Deutschland finden sie auf der Webseite der DGfM: Positivliste (Speisepilze).